Grohmann, Schmidt und Partner Rechtsanwälte

Unser Service:

Unternehmens- und Gesellschaftsrecht

Wir begleiten Gesellschafter, Geschäftsführer und Selbständige von der Gründung bis zur Übertragung oder ggf. Abwicklung ihres Unternehmens. 

Wahl der Rechtsform
Die Frage, welche Rechtsform für das Unternehmen die richtige ist, stellt sich nicht nur bei dessen Gründung. Diese Entscheidung sollte von Zeit zu Zeit überdacht werden.


Im wünschenswerten Fall wächst das Unternehmen im Laufe seiner Entwicklung. Die Rechtsform, die für das Start-Up-Unternehmen noch angemessen erschien, muss für das Unternehmen heute nicht unbedingt passen. Bei gestiegenen Haftungsrisiken kann eine Gesellschaft mit Haftungsbeschränkung (GmbH, AG, GmbH & Co. KG, UG) empfehlenswert sein.

Auch wenn ein Generationenwechsel bei den Unternehmensinhabern ansteht, sollte überprüft werden, ob sich der Übergang des Unternehmens in einer anderen Rechtsform besser realisieren lässt.  In manchen Fällen soll z.B. schon frühzeitig geklärt werden, welches Kind das Unternehmen fortführt. Dennoch sollen die übrigen Kinder wirtschaftlich am Unternehmen beteiligt bleiben. In diesen Fällen bietet sich oftmals die GmbH & Co. KG an, wobei nur der geschäftsführende Gesellschafter die GmbH-Anteile hält. Auf diese Weise sind die übrigen Kommanditisten zwar am Vermögen, nicht jedoch an der Geschäftsführung beteiligt.

Bei der Rechtsformwahl dürfen die steuerlichen Konsequenzen nicht unberücksichtigt bleiben. Personengesellschaften (z.B. GbR, OHG, KG) und Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH, UG, AG) werden steuerlich unterschiedlich behandelt. Bei der Kapitalgesellschaft entsteht auf der Ebene der Gesellschaft Körperschaftssteuer/Gewerbesteuer und auf der Ebene der Gesellschafter "Abgeltungssteuer". Bei den Personengesellschaften entsteht, abgesehen von der Gewerbesteuer, nur auf der Ebene der Gesellschafter (Einkommen-) Steuer, dies ist vor allem bei niedrigeren Einnahmen steuerlich günstiger. Außerdem können bei Personengesellschaften Verluste mit den persönlichen Einnahmen des Gesellschafters verrechnet werden. Die steuerlichen Vor- und Nachteile sollten jedoch nie das einzige Kriterium sein.

Die Kosten der Gründung und die laufenden Kosten (z.B. Buchführungsaufwand) sind ein weiterer Faktor bei der Rechtsformwahl.

Freiberuflern (Ärzte, Architekten, Ingenieure usw.) stehen nicht alle Rechtsformen zur Wahl.  Auf Grund berufsrechtlicher Einschränkungen ist unter Freiberuflern die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) am weitesten verbreitet. Die GbR ist zwar durch einfachen privatschriftlichen Vertrag zu gründen. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Beratungs- und Gestaltungsbedarf hier geringer ist. Gerade bei der GbR treten, wenn man nichts anderes regelt, unerwünschte gesetzliche Folgen ein. Zum Beispiel führt die Kündigung eines Gesellschafters im Grundsatz zur Auflösung der GbR. Wenn der Gesellschafter nur gegen Abfindung ausscheiden soll, muss dies im Gesellschaftsvertrag so geregelt werden.

Freiberufler können sich auch in einer Partnerschaftsgesellschaft organisieren. Der Vorteil dieser Gesellschaftsform besteht darin, dass die Haftung für berufliche Fehler auf den mit der Bearbeitung betrauten Gesellschafter beschränkt werden kann. 


Die für jeden Fall optimale Rechtsform existiert nicht. Es kommt stets auf die speziellen Bedürfnisse der Beteiligten an. Wir beraten Sie gerne.